Warum Katzen es verbergen
Katzen sind bemerkenswert gut darin, Schmerzen zu verbergen, und dafür gibt es einen guten, in ihrer Natur verwurzelten Grund. Als kleines Raubtier und zugleich mögliche Beute in der Wildnis könnte das Zeigen von Schwäche eine Katze zur Zielscheibe machen, daher ist der Instinkt, still zu leiden und wie gewohnt weiterzumachen. Das bedeutet, dass eine Katze mit echten Beschwerden trotzdem fressen, schnurren und den Tag verbringen kann, wodurch Probleme leicht zu übersehen sind. Diesen Instinkt zu verstehen, hilft dir, hinter die ruhige Oberfläche zu blicken und auf kleinere Hinweise zu achten.
Die feinen Anzeichen, auf die du achten solltest
Statt durch offensichtliches Humpeln zeigt sich Schmerz bei Katzen meist in stillen Verhaltensänderungen. Achte darauf, ob sich die Katze mehr als sonst versteckt, an neuen oder ungewöhnlichen Orten schläft und zögert, auf ihre Lieblingsplätze hinauf- oder hinunterzuspringen. Vielleicht bemerkst du auch eine verringerte oder veränderte Fellpflege – ein struppiges Fell oder übermäßiges Lecken an einer bestimmten Stelle – zusammen mit Veränderungen beim Appetit oder bei den Toilettengewohnheiten. Auch ein angespanntes oder grimassierendes Gesicht sowie Reizbarkeit oder Aggression beim Anfassen sind Signale, die man ernst nehmen sollte.
Arthrose, der verborgene Schmerz
Arthrose ist bei älteren Katzen sehr häufig und bleibt genau aus diesem Grund oft völlig unbemerkt. Statt eines dramatischen Humpelns hört eine Katze mit Arthrose vielleicht einfach auf, auf die Fensterbank zu springen, zögert auf der Treppe oder putzt sich weniger, weil das Beugen unangenehm ist. Diese langsamen Veränderungen werden leicht damit abgetan, dass die Katze eben älter wird und langsamer. Wenn deine Katze weniger beweglich wirkt als früher, lohnt es sich sehr, es deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt mitzuteilen, denn es gibt sanfte Möglichkeiten, sie bequem zu halten.
Vertraue den Veränderungen und geh zur Tierärztin oder zum Tierarzt
Du kennst die normalen Gewohnheiten und den Charakter deiner Katze besser als jeder andere, vertraue also deinem Gefühl, wenn sich etwas anders anfühlt. Jede anhaltende Veränderung gegenüber dem üblichen Verhalten ist es wert, notiert und deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt mitgeteilt zu werden, die nach einer Ursache suchen und Linderung anbieten können. Gib deiner Katze niemals Schmerzmittel für Menschen, denn viele gängige sind für Katzen giftig und können schon in kleinen Dosen lebensbedrohlich sein. Lass im Zweifel deine Tierärztin oder deinen Tierarzt jede Schmerzlinderung steuern – das ist immer der sicherste Weg zu einer zufriedenen Katze.
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Wissensquiz: Verborgene Schmerzen bei Katzen erkennen
Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen, daher zeigen sie sich oft als kleine Verhaltensänderungen. Lerne die feinen Anzeichen, damit du deiner Katze zu Linderung verhelfen kannst.
1. Warum neigen Katzen dazu, ihre Schmerzen zu verbergen?
- Sie fühlen eigentlich keinen Schmerz wie wir
- Sie wollen Aufmerksamkeit erregen
- Als Beutetiere verbergen sie instinktiv Schwäche
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Richtige Antwort: Als Beutetiere verbergen sie instinktiv Schwäche
In der Wildnis macht das Zeigen von Schmerz oder Schwäche ein Tier zur Zielscheibe, daher verbergen Katzen es instinktiv. Dieser Überlebensinstinkt bedeutet, dass eine Katze wirklich leiden kann, während sie noch fast normal wirkt. Deshalb müssen Halter auf feine Hinweise achten.
2. Welches davon kann ein feines Anzeichen für Schmerzen sein?
- Sich mehr verstecken und weniger hinaufspringen als sonst
- Schnurren beim Gestreichelt-Werden
- Sich nach einem Nickerchen strecken
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Richtige Antwort: Sich mehr verstecken und weniger hinaufspringen als sonst
Sich zu verstecken und ungern auf Lieblingsplätze zu springen, sind häufige, aber leicht übersehene Anzeichen für Schmerzen. Da sie sich allmählich entwickeln, werden sie oft damit abgetan, dass die Katze einfach langsamer wird. Jede neue Veränderung normaler Gewohnheiten ist es wert, notiert zu werden.
3. Eine Veränderung der Fellpflege, die auf Schmerzen hinweisen kann, ist:
- Sich genau wie immer putzen
- Sich insgesamt weniger putzen oder eine schmerzende Stelle überlecken
- Eine andere Katze im Haushalt putzen
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Richtige Antwort: Sich insgesamt weniger putzen oder eine schmerzende Stelle überlecken
Eine Katze mit Schmerzen putzt sich vielleicht weniger und bekommt ein struppiges, verfilztes Fell, oder sie überputzt eine einzelne Stelle, die wehtut. Beides sind bedeutsame Abweichungen von ihrer normalen Routine. Erwähne jede Veränderung der Fellpflege gegenüber deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.
4. Welche Reaktion kann auf Schmerzen hinweisen, wenn du eine Katze berührst?
- Sich für eine Bauchkraulerei umdrehen
- Dir durchs Haus folgen
- Plötzlich fauchen oder schlagen, wenn man sie an einer Stelle berührt
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Richtige Antwort: Plötzlich fauchen oder schlagen, wenn man sie an einer Stelle berührt
Eine normalerweise freundliche Katze, die faucht, schlägt oder zusammenzuckt, wenn man sie an einer bestimmten Stelle berührt, hat dort vielleicht Schmerzen. Neue Aggression beim Anfassen ist ein Warnzeichen, das man untersuchen sollte. Bestrafe diese Reaktion niemals; es ist die Art der Katze zu sagen, dass es wehtut.
5. Bei älteren Katzen ist ein sehr häufiges, aber oft übersehenes Schmerzleiden:
- Arthrose (schmerzende Gelenke)
- Ein gebrochener Schwanz
- Sonnenbrand
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Richtige Antwort: Arthrose (schmerzende Gelenke)
Arthrose ist bei Seniorkatzen extrem häufig, bleibt aber oft undiagnostiziert, weil sie die Beschwerden verbergen. Anzeichen sind Zögern vor dem Springen, Steifheit oder das Nutzen niedrigerer Flächen. Eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann helfen, Gelenkschmerzen zu managen und die Lebensqualität zu verbessern.
6. Wenn du mögliche Anzeichen für Schmerzen bemerkst, solltest du:
- Eine kleine Dosis deines eigenen Schmerzmittels geben
- Die Verhaltensänderungen deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt melden
- Mehrere Monate abwarten, ob es sich verschlimmert
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Richtige Antwort: Die Verhaltensänderungen deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt melden
Verhaltensänderungen sind oft der einzige Hinweis auf Schmerzen, also sag deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt, was dir aufgefallen ist. Gib niemals Schmerzmittel für Menschen wie Paracetamol oder Ibuprofen, denn sie sind giftig und können für Katzen tödlich sein. Nur eine Tierärztin oder ein Tierarzt kann eine sichere Schmerzlinderung verordnen.