Warum ein Umzug Stress bedeutet
Katzen sind Reviertiere, die sich in einem vertrauten, mit ihrem eigenen Geruch erfüllten Raum sicher fühlen, sodass ein Umzug fast alles durcheinanderbringt, worauf sie sich verlassen. Neue Anblicke, Geräusche und Gerüche können selbst eine selbstbewusste Katze verunsichern, und es ist üblich, rund um einen Umzug Verstecken, verminderten Appetit oder Anhänglichkeit zu beobachten. Zu verstehen, dass dies eine normale Reaktion und kein schlechtes Verhalten ist, macht es leichter, mit Geduld zu reagieren. Die gute Nachricht ist, dass sich die meisten Katzen gut einleben, sobald sie Zeit hatten, den neuen Ort als ihren eigenen in Besitz zu nehmen. Vorausschauend zu planen und im Tempo Ihrer Katze umzuziehen, trägt viel dazu bei, die gesamte Erfahrung ruhiger zu gestalten.
Ein sicheres Zimmer vorbereiten
Einer der hilfreichsten Schritte ist, ein einzelnes ruhiges Zimmer einzurichten, in dem Ihre Katze bleiben kann, während die hektischsten Teile des Umzugs ablaufen. Füllen Sie es mit vertrauten Dingen wie ihrem eigenen Bett, der Katzentoilette, Futter- und Wassernäpfen, Spielzeug und einem Kratzbaum, alle in bequemem Abstand zueinander. Am Umzugstag verhindert das sichere Einschließen Ihrer Katze in diesem Zimmer, dass sie im Trubel durch offene Türen davonstürmt. Wenn Sie im neuen Zuhause ankommen, richten Sie zuerst dasselbe sichere Zimmer wieder ein und lassen Sie Ihre Katze dort ankommen, bevor irgendetwas anderes geschieht. Eine ruhige, geruchsvertraute Basis zu haben gibt Ihrer Katze einen sicheren Ausgangspunkt an einem unbekannten Ort.
Routine und vertraute Gegenstände beibehalten
Katzen finden große Sicherheit in Vorhersehbarkeit, versuchen Sie also, Fütterungszeiten, Spiel und die allgemeine Routine vor, während und nach dem Umzug so stabil wie möglich zu halten. Widerstehen Sie der Versuchung, alle ihre Liegeplätze und Gegenstände auf einmal zu waschen, denn diese vertrauten Gerüche helfen Ihrer Katze, sich schneller heimisch zu fühlen. Dieselbe Katzenstreu, dasselbe Futter und die Lieblingsdecken mitzunehmen bedeutet, dass zumindest einige Dinge am neuen Ort beruhigend gleich riechen. Ein synthetischer Pheromon-Verdampfer, der die beruhigenden Duftsignale nachahmt, die Katzen hinterlassen, wenn sie sich sicher fühlen, kann eingesteckt werden, um den Übergang zu erleichtern. Solche kleinen Fäden der Kontinuität geben Ihrer Katze das Gefühl, dass sich nicht alles auf einmal verändert hat.
Eine schrittweise Einführung und Geduld
Sobald Sie im neuen Zuhause sind, lassen Sie Ihre Katze in ihrem eigenen Tempo erkunden, statt das ganze Haus auf einmal zu öffnen. Beginnen Sie mit dem sicheren Zimmer und öffnen Sie dann nach und nach mehr des Zuhauses, einen Bereich nach dem anderen, während das Selbstvertrauen Ihrer Katze wächst. Wenn Ihre Katze nach draußen geht, halten Sie sie zuerst einige Wochen drinnen, damit sie das neue Haus fest als Zuhause erkennt, bevor sie sich hinauswagt, und fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt oder eine örtliche Quelle nach einem sinnvollen Zeitrahmen. Rechnen Sie damit, dass das Einleben Tage oder sogar Wochen dauert, und lassen Sie Verstecken, Vorsicht und langsame Schritte auf dem Weg dorthin völlig in Ordnung sein. Wenn Ihre Katze das Fressen einstellt, sehr zurückgezogen wirkt oder sich nach angemessener Zeit gar nicht einlebt, lohnt es sich, bei Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt für Beruhigung und Rat nachzufragen.