Die sensible Phase

Kätzchen durchlaufen eine sensible Phase für die Sozialisierung etwa zwischen der zweiten und siebten Lebenswoche, wenn ihr Gehirn besonders empfänglich für neue Erfahrungen ist. Was sie in diesem Zeitfenster behutsam kennenlernen, fühlt sich für den Rest ihres Lebens meist normal und sicher an, während Dinge, denen sie nie begegnen, später beängstigend wirken können. Das heißt nicht, dass die Arbeit mit sieben Wochen endet; die Sozialisierung bleibt weit darüber hinaus wichtig, während der gesamten Wochen, die ein Kätzchen bei Ihnen bleibt. Positive, stressarme Erfahrungen in dieser Phase legen das Fundament für eine ruhige, anpassungsfähige erwachsene Katze. Als Züchterin oder Züchter sind Sie der wichtigste Einfluss darauf, wie jedes Kätzchen der Welt begegnen wird.

Behutsamer Umgang

Fassen Sie jedes Kätzchen von den ersten Tagen an sanft und häufig an und halten Sie die Einheiten kurz, ruhig und positiv. Lassen Sie sie sich daran gewöhnen, gehalten zu werden, an Pfoten und Ohren berührt zu werden und untersucht zu werden, so wie es eine Tierärztin oder ein Groomer schließlich tun wird. Richten Sie sich immer nach dem Wohlbefinden des Kätzchens, erzwingen Sie niemals Kontakt und lassen Sie ein müdes oder nervöses Kätzchen ins Nest zurückkehren. Ein paar verschiedene vertraute Personen einzubeziehen, darunter Erwachsene und ruhige, beaufsichtigte Kinder, hilft Kätzchen zu lernen, dass viele Arten von Menschen sicher sind. Dieser alltägliche, freundliche Kontakt lehrt sie, dass Menschenhände Wärme und Geborgenheit bedeuten und nicht Angst.

Eine reiche häusliche Umgebung

Kätzchen im normalen Haushaltsleben aufzuziehen, statt in einem abgeschiedenen Raum, setzt sie den gewöhnlichen Geräuschen und Anblicken aus, die sie in ihren neuen Zuhausen erwarten. Lassen Sie sie aus sicherer Entfernung den Staubsauger, den Fernseher, Türklingeln und Küchengeklapper hören und bieten Sie vielfältiges Spielzeug, Texturen und behutsame neue Erfahrungen an. Kurze, positive Begegnungen mit freundlichen, geimpften erwachsenen Katzen und ruhigen Haushunden können ihr Selbstvertrauen weiter stärken. Eine offen gelassene Transportbox mit einer weichen Decke darin hilft, dass sich Reisen später weniger beunruhigend anfühlen. Das Ziel ist ein Kätzchen, das den Alltag gelassen nimmt, statt eines, das bei jeder neuen Sache erschrickt.

Selbstbewusste Haustiere und nicht zu früh abgeben

Gut sozialisierte Kätzchen werden zu selbstbewussten, anhänglichen Haustieren, die besser mit Tierarztbesuchen, Reisen und neuen Zuhausen zurechtkommen. Kätzchen bis mindestens zwölf Wochen bei ihrer Mutter und ihren Wurfgeschwistern zu behalten, gilt weithin als bewährte Praxis, und viele Zuchtverbände schreiben es vor. In diesen zusätzlichen Wochen lernen Kätzchen entscheidende Lektionen in Beißhemmung, Spiel und Katzenkörpersprache, die nur die Mutter und die Geschwister vermitteln können. Zu früh abzugeben, bevor der Wurf diese Lektionen abgeschlossen hat, wird mit mehr Verhaltensproblemen später in Verbindung gebracht. Jedes Kätzchen selbstbewusst, gesund und vollständig sozialisiert in sein neues Zuhause zu schicken, ist eines der wertvollsten Dinge, die eine verantwortungsvolle Züchterin oder ein verantwortungsvoller Züchter tun kann.

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