Was HCM mit dem Herzen macht

Die hypertrophe Kardiomyopathie, kurz HCM, ist eine Verdickung des Herzmuskels, die meist die Wand der linken Herzkammer betrifft. Wenn der Muskel dicker wird, fasst die Kammer weniger Blut und pumpt weniger wirksam, was mit der Zeit zu Herzversagen, Flüssigkeitsansammlung in oder um die Lunge und gefährlichen Blutgerinnseln führen kann. Sie ist die am häufigsten diagnostizierte Herzerkrankung bei Katzen und tritt bei vielen Rassen ebenso wie bei Mischlingskatzen auf. Manche betroffene Katzen zeigen jahrelang keine äußeren Anzeichen, und genau deshalb wird sie so leicht unbemerkt weitergegeben.

Warum Ultraschall der Goldstandard ist

Der zuverlässige Weg, eine Katze auf HCM zu beurteilen, ist ein Ultraschall des Herzens, die Echokardiografie, durchgeführt von einer Tierärztin oder einem Tierarzt mit kardiologischer Ausbildung. Diese Untersuchung misst die Dicke der Herzwände direkt und kann Veränderungen aufdecken, lange bevor eine Katze krank wirkt. Für eine Handvoll Rassen, etwa Maine Coon und Ragdoll, gibt es validierte DNA-Tests für bestimmte Mutationen, doch ein normales DNA-Ergebnis schließt HCM aus anderen Ursachen nicht aus. Für die meisten Katzen gibt es keine genetische Abkürzung, der Ultraschall bleibt also unverzichtbar.

Einmal screenen, dann erneut screenen

Eine einzelne unauffällige Untersuchung bei einer jungen Katze ist beruhigend, aber keine lebenslange Garantie, denn HCM kann sich entwickeln, wenn eine Katze älter wird. Deshalb sollten Züchter ihre Zuchtkatzen vor der Paarung untersuchen und die Untersuchung dann nach einem mit der Tierärztin, dem Tierarzt oder Kardiologen vereinbarten Plan regelmäßig wiederholen. Eine Katze, die mit zwei Jahren unauffällig war, kann die Krankheit dennoch später entwickeln und sie in der Zwischenzeit weitergeben. Regelmäßige Nachuntersuchungen machen aus einer einmaligen Momentaufnahme einen sinnvollen Schutz für die gesamte Linie.

Ergebnisse verantwortungsvoll nutzen

Katzen, bei denen HCM bestätigt ist, sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden, und nahe Verwandte verdienen besondere Aufmerksamkeit und Kontrolle. Teilen Sie Screening-Ergebnisse offen mit anderen Züchtern und mit den Halterinnen und Haltern der Kätzchen, die Sie abgeben, denn Transparenz ist der Weg, auf dem eine Zuchtgemeinschaft das Risiko gemeinsam senkt. Deuten Sie die Befunde stets zusammen mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt, die oder der die einzelne Katze und ihre Familiengeschichte kennt. Das Ziel ist nicht ein einzelner perfekter Test, sondern ein beständiges, ehrliches Programm, das gesunde Herzen in Ihrem Zuchtbestand hält.

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