Was FLUTD bedeutet
FLUTD, die Erkrankung der unteren Harnwege der Katze, ist ein Oberbegriff für mehrere Zustände, die Blase und Harnröhre reizen. Statt einer einzelnen Krankheit beschreibt es eine Gruppe von Problemen, die deiner Katze ähnliche Beschwerden bereiten können. Manche Ursachen sind mild und legen sich mit Pflege, während andere eine rasche tierärztliche Behandlung brauchen. Da sich die Anzeichen oft ähneln, ist es nicht immer möglich, die Ursache zu Hause zu erkennen. Deine Tierärztin oder dein Tierarzt kann deine Katze untersuchen und bei Bedarf Tests durchführen, um herauszufinden, was wirklich vor sich geht.
Anzeichen, auf die du achten solltest
Katzen mit Harnwegsbeschwerden pressen oft beim Urinieren und setzen manchmal nur kleine Mengen ab, mitunter sehr häufig. Vielleicht bemerkst du Blut im Urin, Miauen oder Unbehagen in der Katzentoilette oder vermehrtes Lecken im Genitalbereich. Manche Katzen fangen an, außerhalb der Toilette zu urinieren, was ihre Art sein kann, zu zeigen, dass etwas wehtut, statt schlechtes Verhalten. Diese Anzeichen sollte man ernst nehmen und der Tierärztin oder dem Tierarzt mitteilen. Ein Auge darauf zu haben, wie oft und wie viel deine Katze uriniert, kann nützliche Hinweise geben.
Die entscheidende Warnung
Es gibt eine Situation, die du niemals abwarten darfst: Eine Katze, besonders ein Kater, die wiederholt presst und wenig oder gar keinen Urin produziert, kann eine verstopfte Harnröhre haben. Eine Verstopfung hindert den Körper daran, Abfallstoffe auszuscheiden, und kann innerhalb von Stunden lebensbedrohlich werden, daher ist dies ein echter Notfall. Wenn du deine Katze immer wieder pressen siehst, ohne dass etwas oder fast nichts kommt, fahre sofort zur Tierärztin oder zum Tierarzt, bei Tag wie bei Nacht. Warte nicht ab, ob es von allein besser wird. Eine schnelle Behandlung kann der Unterschied sein, der das Leben deiner Katze rettet.
Das Risiko senken
Stressbedingte oder idiopathische Blasenentzündung ist eine häufige Ursache von FLUTD, und Übergewicht oder zu geringes Trinken können das Risiko erhöhen. Du kannst helfen, indem du deine Katze zum Trinken animierst, zum Beispiel mit frischem Wasser an mehreren Stellen oder einem Trinkbrunnen, und indem du Nassfutter anbietest, um die Flüssigkeitsaufnahme zu steigern. Auch saubere Katzentoiletten und genügend davon an ruhigen, gut zugänglichen Orten machen einen Unterschied. Stress mit einer ruhigen Routine und sicheren Rückzugsorten zu reduzieren, kann ebenfalls helfen. Wenn die Probleme immer wiederkehren, kann deine Tierärztin oder dein Tierarzt einen langfristigen, auf deine Katze zugeschnittenen Plan vorschlagen.