Was FIP eigentlich ist

FIP, die feline infektiöse Peritonitis, ist eine Erkrankung, die entsteht, wenn ein weit verbreitetes felines Coronavirus im Körper einer einzelnen Katze mutiert. Wichtig zu wissen ist, dass FIP selbst nicht wie eine gewöhnliche Erkältung direkt von Katze zu Katze übertragen wird. Vielmehr verändert das harmlose Darm-Coronavirus, das viele Katzen in sich tragen, gelegentlich bei genau einer Katze seine Form und löst die Krankheit aus. Deshalb kann FIP selbst in einem Haushalt auftreten, in dem die anderen Katzen kerngesund bleiben. Wenn Sie jemals das Wort FIP hören, hilft es, sich zu erinnern, dass sie selten ist, auch wenn das zugrunde liegende Coronavirus sehr weit verbreitet ist.

Vom verbreiteten Coronavirus zu FIP

Das feline Coronavirus ist ausgesprochen häufig, besonders dort, wo mehrere Katzen zusammenleben, und bei den meisten Katzen verursacht es kaum mehr als leichte oder gar keine Symptome. Das Virus lebt meist unauffällig im Darm und verbreitet sich über Katzentoiletten und gemeinsam genutzte Bereiche. Bei einer kleinen Zahl von Katzen mutiert das Virus, und das Immunsystem reagiert auf eine Weise, die zu FIP führt. Warum genau das bei der einen Katze geschieht und bei einer anderen nicht, ist noch nicht vollständig verstanden, und Stress oder ein junges Immunsystem können eine Rolle spielen. Das gewöhnliche Coronavirus in sich zu tragen bedeutet nicht, dass Ihre Katze FIP entwickeln wird.

Anzeichen, auf die man achten sollte

FIP wird oft als Krankheit mit einer feuchten und einer trockenen Form beschrieben, und beide können anfangs unspezifisch wirken. Bei der feuchten Form sammelt sich Flüssigkeit im Bauch- oder Brustraum an, was zu einem geschwollenen Bauch oder erschwerter Atmung führen kann. Die trockene Form ist subtiler und kann sich als Katze zeigen, die abnimmt, Fieber hat, das nicht auf Behandlung anspricht, müde wirkt oder Veränderungen an den Augen oder am Nervensystem entwickelt. Da sich diese Anzeichen mit vielen anderen Erkrankungen überschneiden, kann nur eine Tierärztin oder ein Tierarzt auf eine Diagnose hinarbeiten. Wenn Ihre Katze anhaltend kränkelt oder auf eine Weise verändert wirkt, die Sie sich nicht erklären können, lohnt sich immer eine Untersuchung.

Behandlung und Hoffnung heute

Viele Jahre lang galt FIP als unheilbar, doch dieses Bild hat sich dramatisch gewandelt. Moderne antivirale Medikamente, oft auf Basis eines Wirkstoffs namens GS-441524, haben sehr vielen Katzen geholfen, sich von einer einst tödlichen Diagnose zu erholen. Die Behandlung ist fordernd und muss eng tierärztlich begleitet werden, und die Ergebnisse sind nach wie vor von Katze zu Katze unterschiedlich, sodass man sie nicht als garantierte Heilung betrachten sollte. Dennoch trägt eine FIP-Diagnose heute weit mehr Hoffnung in sich als noch vor wenigen Jahren. Falls jemals ein Verdacht auf FIP besteht, fragen Sie Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt so früh wie möglich nach den aktuellen Behandlungsmöglichkeiten.

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